Leave no veggie behind.

Über die Liebe zum Finden (written by Susi)

Neulich waren meine Freundin Caro und ich im tiefsten Odenwald wandern. Wunderschön!

Auf all unseren Wegen gab es volle Apfel- und Birnbäume, Fallobst, Nüsse, Hagebutten – praller Herbst. Wir hatten keine Taschen zum Sammeln dabei, zogen unsere Pullis aus und stopften sie voll mit Birnen, Äpfeln und Nüssen… der Kofferraum war voll und wir voller Glück!

Das Gleiche mit Chrissy neulich auf dem Acker – die eigentlich abgeernteten Urban Gardens boten uns noch Tüten voller Gemüse: hier noch eine vergessene Möhre, dort ein paar Blätter Mangold und Grünkohl. Am Ende waren es zwei riesige Tüten üppigster Ernte…

Frage: was macht uns so glücklich daran, Essen zu finden, pflücken, sich hochhangeln, bücken, aufsammeln? Welches Bedürfnis wird hier bedient?

Wenn es doch so easy ist, alles im Supermarkt zu kaufen… Was genau fehlt uns, wenn wir „Produkte“ im Supermarkt einfach nur aus dem Regal nehmen und in den Einkaufswagen werfen?

Es muss ein Urinstinkt sein. Vielleicht sind wir viel mehr ‚Neandertaler‘, als wir denken…

Vielleicht weiß unser Inneres, dass uns gefundenes (oder selbstgepflanztes) Essen guttut.

Über die Wertschätzung (written by Chrissy)

Mitten in der Ackersaison habe ich mich dabei ertappt, wie ich total obsessiv wurde, jeder einzelne Pflanze zum Wachsen zu bringen. Wenn sich eine Pflanze wohl fühlt, wächst sie prächtig! Wenn nicht, bleibt sie klein.

Ich habe gegossen, Unkraut gejätet, Steine aus der Erde gegraben, geharkt, geschaut, wieder gegossen, wieder geharkt. In der Natur kann man nichts erzwingen, trotzdem gibt es günstige und ungünsten Bedingungen, die kleinen Pflänzchen zum Wachsen zu bringen. Und ich habe mich wieder gefunden, Sie ständig zu ermutigen. Die Bedingungen zu verbessern. Sie zu hegen und pflegen. Man schafft eine Verbindung zu jeder einzelnen Pflanze. Zu jedem Gemüse. Und wenn die Ernte kommt, dann weiss man jede einzelne Frucht zu schätzen, egal ob gross, klein, krumm, dick dünn. Jedes Gemüse wird gefeiert! Jeder Bissen dieses Gemüses hat etwas Heiliges, ’something sacred‘ the english would say.

Und dann wusste ich worum es ging: Wertschätzung. Und Demut vor der Natur.

Die zweite Phase der Wertschätzung ging dann am Komposthaufen weiter. Plötzlich ertappte ich mich dabei, von anderen weggeworfene Gemüsereste auf zu sammeln und  zu verwerten. Hier eine nicht ganz so perfekte Zucchini, da ein paar Wirsingblätter oder Chinakohl. Für andere schienen sie nicht ganz ideal zu sein, für mich erschienen sie wunderbar. Zu schade zum Wegwerfen. Schliesslich haben all diese Pflanze eine Schönheit, die es gilt zu sehen. Egal ob zu krumm, zu klein,  zu zerfressen, zu irgendwas…und sie schmecken immer noch wunderbar! Ein Geschenk der Natur. Und vor allem Bio!



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